Schulz Wurzelkanalbehandlungen

Wurzelkanalbehandlungen

Wird die Zahnpulpa (der «Nerv») durch eine tiefe Karies, einen Unfall, eine vorangegangene tiefe Füllung oder aus anderen Gründen irreversibel geschädigt, so kann durch eine Wurzelkanalbehandlung (auch Wurzelbehandlung oder Wurzelfüllung genannt) der betroffene Zahn in vielen Fällen trotzdem noch für viele Jahre funktionstüchtig erhalten werden.

Die Alternative zur Wurzelbehandlung ist in der Regel einzig die Extraktion des Zahnes. Dies erfordert oft aber weitergehende rekonstruktive Massnahmen, um die Kaufähigkeit zu erhalten oder wiederherzustellen.

Bei der Wurzelkanalbehandlung wird das geschädigte Gewebe aus dem Kanalsystem entfernt. Je nach Vorschädigung sind desinfizierende medikamentöse Zwischeneinlagen notwendig, um sämtliche Bakterien im Kanalsystem abzutöten. Die keimfreien Kanäle werden daraufhin versiegelt (Wurzelfüllung) und der so vorbereitete Zahn kann danach wieder aufgebaut oder als prothetischer Pfeiler verwendet werden.

Je nach betroffenem Zahn ist die Wurzelkanalbehandlung mehr oder weniger aufwändig. Während die Frontzähne manchmal nur einen Hauptkanal besitzen, sind es bei den kleinen Backenzähnen oft zwei Kanäle und bei den grossen Backenzähnen mindestens drei, manchmal aber sogar fünf oder mehr Kanäle. In gewissen Fällen ist eine Wurzelkanalbehandlung bei gesunder Zahnpulpa aus prothetischen Gründen erforderlich, um eine Prothese stabiler verankern zu können.